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Chronik Mooshof

Anno 1847 ersteigerten die Brüder Bucher Josef, 1806 und Jokund, 1808, von Malters, Tannhäusern (auch Dannhäusern geschrieben) einen Anteil der Liegenschaft Moos (heute Mooshof) auf dem Littauerberg, Gemeinde Littau (die jetzt auf dem Mooshof lebende Familie Bucher stammt aus Stans NW und hat keine verwandtschftlichen Beziehungen zu den vorgenannten Brüder Bucher).

"Kaufbrief: Zu wissen sei hiermit, dass aufrecht und ehrlich ab öffentlicher und freiwilliger dem 6. Apil 1847 im Wirtshause zu Littau abgehaltener Steigerung verkauften die Herrn Kirchmeier Kaspar Bucher und Herrn Kirchmeier Moritz Rölle in Littau, als Beistände des verstorenen Josef Bucher sel. Erben im Moos zu Littau zu kaufen gegeben haben den Hrn. Gebrüder Josef und Jokund Bucher von Malters, wohnhaft in Tannhäusern daselbst, zu ihren und ihren Erben Handen.

Bekanntlich den Anteil Mooshof, in der Gemeinde Littau, im Gerichtsbezirk Kriens & Malters & Amte Luzern.

Enthält laut Kaufbrief vom 10. Mai 1825, mit amtlicher Fertigung vom 13. Juni gleichen Jahres, ein halbes Haus & daran gebauten Schweinescheune, eine ganze Scheune, der obere Teil vom Speicher, den Matten, Weid und Waldungen."

Josef Bucher-Bucher dislozierte 1847 von Tannhäusern auf die Liegenschaft Moos. Jokund blieb auf Tannhäusern. Nach dem Tod von Josef Bucher am 3. August 1886 ging die Liegenschaft an die Kinder Gebrüder Jukund, Alois, Heinrch, Josef, Benedikt und Xaver über.

1902 traten die Gebrüder Bucher der neu gegründeten Käsereigenossenschaft Spitzfluh bei. 

Benedikt (geb. 1853) verunglückte im Jahre 1921 tödlich. Aufgrund der Erbenverhandlung vom 3. Oktober 1921 wurden die Gebrüder Josef und Xaver Alleineigentümer der Liegenschaft Moos. Alle übrigen Erben wurdem zum Betrage von 19'000 Franken ausgekauft. Der Miteigentümer Josef erlitt 1925 infolge eines Unfalls tödliche Verletzungen. Xaver Bucher wurde Alleineigentümer der Liegenschaft Mooshof und bewirtschaftete die Liegenschaft bis 1932. Der tödliche Mosterei-Unfall vom 13. Oktober 1932 bedeutete ein jähes Ende der "Dynastie Bucher auf Moos". Es folgte eine weitere Verpachtung.

1941 wurde die Liegenschaft Moos an die Stiftung Priesterseminar St. Beat, Luzern, verkauft.

1948 kaufte Leonhard Ammann vom Bodenhof das Anwesen.

1964 brachte Alois Roos als Pächter neuen Schwung auf den Mooshof. Er modernisierte den Betrieb. Infolge Kurzschluss brannte die Schweinescheune 1974 vollständig nieder. Da der Eigentümer in Australien eine Existenz aufgebaut hatte, versuchte Alois Roos den Mooshof zu kaufen. Er konnte bei den Angeboten jedoch nicht mithalten und die Liegenschaft ging 1979 an Theodor Bucher aus Cham. 1983 erwarb Sohn Niklaus Bucher die Liegenschaft Mooshof. 

Mooshof in den 1970er Jahren

<< Bilder / Grundbuchplan

Auf dem aktuellen Grundbuchplan ist die frühere Teilung der Liegenschaft Moos immer noch sichtbar. Die Grenze der beiden Grundstücke Moos-West und Moos-Ost verläuft durch das Wohnhaus Nr. 352, das zwei verschiedenen Eigentümern gehörte. In den alten Verträgen ist auch umschrieben, dass der obere Teil des Spychers Nr. 352b vom Eigentümer des Moos-östlich genutzt werden durfte. Auf dem Foto ist die Aufteilung des Hauses gut sichtbar. In den letzten Jahrzehnten wurde der östliche Teil kaum mehr bewohnt.

Auf dem Bild des Hofes kann man im Vordergrund in den Bäumen den Spycher erkennen. Dessen Situierung und Orientierung entspricht genau den damaligen Gepflogenheiten. Auf den Höfen musste nämlich der Spycher von den Wohnräumen aus sichtbar sein. Es gingen auch damals Diebe durch die Liegenschaft.

Mooshof heute

<<< Bild

Der prächtige Mooshof wird seit 1983 von Niklaus und Irma Bucher-Arnold geführt (keine Verwandtschaft zu den vorgenannten Bucher).

(Quelle: Familien- und Hofchronik Bucher, Moos, Neumatt, Breitmatt, Neugadenmatt, Gemeinde Littau, Script Hans Purtschert, Ruopigenring 105, 6015 Reussbühl/Luzern, März 2011/Ergänzungen Januar 2014)

 

 

 

 

 

Kontakt

Niklaus und Irma Bucher-Arnold     Mooshof      6014 Luzern-Littau      041 250 48 39      info@bucher-mooshof.ch     Lageplan

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